Lab instruments for oil and gas. Made in Germany.

Foam Tester FOA

Schäumungsverhalten von Flüssigkeiten testen

Der Foam Tester FOA ermöglicht die Untersuchung von Schäumen in Hinblick auf die Schaumerzeugung, ihre Stabilität und die Schaumzersetzung.

Auf Basis der bekannten ASTM D892 erweitert der Foam Tester FOA dabei die Messmöglichkeiten hin zu erhöhten Druckbereichen mit nur unwesentlichen Änderungen im Aufbau. Dadurch können unter Druck auch wässrige Flüssigkeiten bei erhöhten, bisher nicht zugänglichen Temperaturen von über +100 °C auf Ihr Schäumungsverhalten hin untersucht werden.

Merkmale

  • Messungen unter Druck zur Simulation von Feldbedingungen
  • Prüfen von Schaumstabilisierern (Foamer) durch Carry-Over-Tests
  • Prüfen von Entschäumern in Kollapstests
  • Ein oder zwei Testzellen parallel betreibbar mit individueller Flussrate
  • Max. +150 °C und 10 bar Zellendruck

Anwendungen

  • Für wässrige und organische Lösungen
  • Prüfen der Schaumstabilität
  • Prüfen von Schäumungsmitteln
  • Prüfen von Entschäumern
  • Qualitätskontrolle


Schäumungsverhalten unter verschiedenen Bedingungen

Der Foam Tester FOA kann mit einem oder zwei Messplätzen ausgestattet werden. Der Foam Tester ermöglicht damit die Untersuchung von Schäumen unter variablen Bedingungen. Dabei kann sowohl die Schaumbildung, die Schaumstabilität als auch die Schaumzersetzung geprüft werden.

In der Testzelle wird der Schaum mittels einer Düse durch das Einblasen von Stickstoff oder Druckluft erzeugt. Das Gas tritt durch einen Diffusor sehr fein verteilt in die Probe ein, so dass eine sehr homogene Schaumbildung erfolgt. Das Gas wird zudem noch in einer Vorheizkolonne auf Testtemperatur gebracht.

 

Alles unter Kontrolle

Der Foam Tester ermöglicht eine umfangreiche Steuerung der Prozessparameter:

  • Der Gasfluss wird über einen elektronischen Durchflußregler gesteuert - Jede Zelle verfügt über einen unabhängigen Regler.
  • Der Zellendruck wird durch ein Überströmventil geregelt - Jede Zelle verfügt über einen unabhängigen Regler.
  • Variable Porengrößen des Diffusors ermöglichen unterschiedliche Blasengrößen.
  • Gasfluss und Druck werden in der Software überwacht und aufgezeichnet
  • Die Temperatur wird für beide Zellen gleichzeitig gesteuert

 

Einfaches Handling durch pneumatischen Lift

Integriert in den Foam Tester ist ein pneumatischer Lift, der die Testzellen nach oben aus dem Ofen herausfährt. Dadurch sind diese einfach und sicher entnehm- und einsetzbar.
 


Verschiedene Messmethoden

Überführungstest (Carry-over)

Beim Überführungstest (Carry-over) wird der erzeugte Schaum ausgetragen und ausserhalb der Testzelle gesammelt. Dabei wird die Menge des Schaums mittels einer Waage gemessen.
Dies geschieht in Abhängigkeit der Temperatur, der Gasflussrate, des Druckes und der Porengröße des Gasdiffusors.

Die Menge des insgesamt erzeugten Schaumes im Verhältnis zur eingesetzten Menge an Flüssigkeit mit und ohne Schäumungsmittel ergibt für das benutzte Schäumungsmittel die jeweilige Effektivität.

Der erzeugte Schaum kann bei hohen Temperaturen zusätzlich noch vor dem Austritt gekühlt werden.

Schaumstabilitätsprüfung

Für den Stabilitätstest wird in Abhängigkeit von Temperatur, der Gasflussrate, des Druckes und der Porengröße des Gasdiffusors eine spezifische Menge an Schaum erzeugt. Der Schaum zersetzt sich gleichzeitig, so dass sich ein Gleichgewicht einstellt zwischen neu erzeugtem und zersetzendem Schaum. Somit stellt sich eine gewisse Höhe des Schaumes ein, diese Steighöhe kann direkt am Glas der Testzelle abgelesen werden.

Additive, die die Schaumbildung und somit die Steighöhe beeinflussen, können vor oder auch während der Messung hinzugegeben werden.

Kollabiertest

Beim Kollabiertest (Collapse Test) wird ähnlich wie beim Stabilitätstest eine gewisse Menge an Schaum erzeugt. Nach dem Erreichen des Gleichgewichtes oder einer vordefinierten Steighöhe wird der Gasfluss unterbrochen, so dass die Schaumerzeugung aussetzt.

Es wird über einen zeitlichen Verlauf das Zusammenfallen des Schaumes betrachtet.

Der Testablauf

Der Testablauf hängt im Detail vom durchzuführenden Versuch ab (Carry-Over, Stabilität, Kollabiertest). Allgemein wird die Testzelle mit der zu prüfenden Flüssigkeit in bestimmter Menge gefüllt, dann nach dem Verschließen in den Foam Tester eingesetzt und temperiert. Der Gasfluss und der Testdruck werden eingestellt und bei Erreichen der Testtemperatur wird mit der Verschäumung der Probe begonnen.

Beim Carry-Over Test wird die Verschäumung fortgesetzt, bis kein Schaum mehr austritt. Die Gesamtmasse des Schaumes ist dann ein Maß für die Effektivität des Verschäumungsmittels - je mehr Flüssigkeit als Schaum ausgetragen wird im Vergleich zum Blindtest, desto effektiver ist der Verschäumer.

Beim Stabilitätstest wird Schaum nur bis zu einer gewissen Höhe in der Testzelle erzeugt, es erfolgt kein Austrag von Schaum. Die Steighöhe wird von zu prüfenden Additiven beeinflusst, diese werden im Vergleich zum Blindtest oder gegenüber geänderten Parametern bewertet.

Für einen Kollabiertest wird Schaum bis zu einer gewissen Steighöhe in der Testzelle erzeugt. Dann wird der Gasfluss ausgestellt und das Verhalten des Schaumes beim Zersetzen bewertet. Additive, die die Zersetzung beeinflussen, werden im Vergleich zum Blindtest oder gegenüber geänderten Parametern bewertet.

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